Liebe Kolleg:innen,

bevor es in die Sommerpause geht, erlaube ich mir euch auf mein im August bei Springer Gabler erscheinendes Buch Wirtschaftspolitik Österreich hinzuweisen. Das Buch ist ein Sammelband, und es schreiben 25 Expert:innen zum Stand der Forschung in ihren jeweiligen Themengebieten. (Die Liste der Autor:innen und Kapitel folgt weiter unten.) 

Das Buch eignet sich auch bestens für die Lehre (und ja, es wird einen Foliensatz geben). Das Buch kann bereits beim Verlag bestellt werden: https://link.springer.com/book/9783658516758

Worum geht es inhaltlich? Österreich hat einige Alleinstellungsmerkmale. Der ganz spezifische Konnex zwischen Politik und Wirtschaft (Stichwort Sozialpartnerschaft) darf in einem Buch zur Wirtschaftspolitik in Österreich nicht fehlen. Das Kapitel wurde von UHBMF Markus Marterbauer gemeinsam mit Daniel Witzani-Haim verfasst. Und damit nicht der falsche Eindruck entsteht, das letzte Kapitel zu Geldpolitik und Inflation stammt aus der Feder von Gouverneur Martin Kocher gemeinsam mit Paul Pichler

Das zweite Alleinstellungsmerkmal Österreichs ist die extrem offene Volkswirtschaft, trotz Abwesenheit von Seehäfen und ehemaligen Kolonien. Das ist nicht zufällig passiert, sondern es war Strategie und Mitursache für den Wohlstand, wie Gabriel Felbermayr in seinem Kapitel über Österreichs Außenwirtschaft dokumentiert. Eng verbunden mit dem Thema Offenheit ist die Frage der Wettbewerbsfähigkeit. Das Kapitel zu  Wettbewerbsfähigkeit, Standort- und Industriepolitik wurde von Agnes Kügler geschrieben. Schon Gabriel Felbermayr schreibt in seinem Beitrag über die Resistenz gegen mehr Offenheit (Stichwort Freihandelsabkommen), aber natürlich ist das Thema Migration hier relevant. Der Beitrag dazu kommt von Peter Huber.

Das dritte große Thema, wo Österreich anders ist, ist die Arbeitsmarktpolitik. Andrea Weber hat die wesentlichen Merkmale in ihrem Kapitel herausgearbeitet. Ein eigenes Kapitel widmet das Buch der Einkommensverteilung und der Einkommenspolitik, verfasst von Sepp Zuckerstätter, Tamara Premrov, Julia Hofmann und Eva Six. Dazu passend gibt es auch ein eigenes Kapitel zu Wirtschaftspolitik und Gender, verfasst von Doris Weichselbaumer und Frederic Heine.

In einigen Bereichen ist die öffentliche Hand vermutlich der prägendste Player, und wir haben jedem dieser Bereiche ein eigenes Kapitel gewidmet, die sich natürlich umfassend dem Thema widmen. Auf der Ausgabenseite sind dies Pensionen (Markus Knell), Gesundheit (Martin Halla), und Bildung (Martin Zagler). Auf der Einnahmenseite schreiben Simon Loretz und und Hannes Winner über Steuerpolitik. Den dazu passenden  Rahmen liefern Lukas Reiss und Martin Zagler in ihrem Beitrag zu Budgetpolitik und Staatsschulden.

Noch nicht erwähnt, aber nicht minder wichtig sind Themen der Regulierung. Anna Hammerschmidt schreibt zu Wettbewerb und Regulierung, während gerade bei der Umweltpolitik Regulierungsfragen zentral sind. Das eigene Kapitel dazu wurde von Karl Steininger, Birgit Bednar-Friedl, Franz Sinabel und Gerhard Schnedl verfasst.

Inhaltsverzeichnis

1.     Einleitung (Martin Zagler)

2.     Politik und Wirtschaft (Markus Marterbauer und Daniel Wizani-Heim)

3.     Integration und Internationalisierung (Gabriel Felbermayr)

4.     Alterung und Migration (Peter Huber)

5.     Arbeitsmarktpolitik (Andrea Weber)

6.     Einkommensverteilung und Verteilungspolitik (Julia Hofmann, Tamara Premrov, Eva Six, Sepp Zuckerstätter)

7.     Wirtschaftspolitik und Gender (Doris Weichselbaumer und Frederic Heine)

8.     Wettbewerb und Regulierung (Anna Hammerschmidt)

9.     Wettbewerbsfähigkeit, Industrie- und Standortpolitik (Agnes Kügler)

10.   Umweltpolitik (Karl W. Steininger, Birgit Bednar-Friedl, Franz Sinabell, Gerhard Schnedl)

11.   Steuerpolitik (Simon Loretz und Hannes Winner)

12.   Soziale Sicherheit und Pensionspolitik (Markus Knell)

13.   Gesundheitspolitik (Martin Halla)

14.   Bildungspolitik (Martin Zagler)

15.   Budgetpolitik (Lukas Reiss und Martin Zagler)

16.   Geldpolitik und Inflation (Martin Kocher und Paul Pichler)


Mir ist bewusst, dass der Hinweis auf (eigene) Publikationen auf der Liste nicht sehr gerne gesehen wird (ich habe die Liste ja mal selbst verwaltet). Ich denke aber, da es sich um ein für die Lehre relevantes Werk handelt, diesmal eine Verteilung gerechtfertigt ist (und es schreiben ja auch 7 NOeG Vorstandsmitglieder im Buch mit.

Ich wünsche euch allen einen erholsamen Sommer, aber vergesst vorher nicht, das Buch zu bestellen und eventuell in der Lehre zu adaptieren. Ich stehe natürlich gerne für Rückfragen zur Verfügung!

Lg Martin