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Vom Staat finanzierte Pflege- und Betreuungsleistungen sind zunehmend mit Kostendruck konfrontiert. Dies ist insbesondere auf die steigende Anzahl älterer
Menschen zurückzuführen, die Betreuung und Pflege benötigen, während gleichzeitig aufgrund veränderter Familienstrukturen die Angehörigenpflege abnimmt.
Im Rahmen der Veranstaltung werden einerseits Berechnungen präsentiert, die die Ausgaben für Pflege und Betreuung bis zum Jahr 2050 prognostizieren. Diese
zeigen, dass die öffentlichen Ausgaben für Pflegevorsorge bereits bis 2025 kräftig steigen werden. Der besonders starke Anstieg wird jedoch erst danach einsetzen, wenn die Babyboomer-Generation ins Hauptpflegealter vorrückt.
Andererseits wird veranschaulicht, dass der Pflege- und Betreuungssektor auch beachtliche Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte erzielt, welche
in der öffentlichen Diskussion vielfach unbeleuchtet bleiben. So betrugen die direkten, indirekten und induzierten Wertschöpfungseffekte im Jahr 2015 insgesamt nicht weniger als 5,9 Milliarden Euro und schlugen sich in 115.000 Beschäftigungsverhältnissen
(bzw. 86.500 Vollzeitäquivalenten) nieder.
Diese Berechnungen entstanden im Rahmen des Forschungsprogramms „Österreich 2025“ und werden von einem Teil des Autorenteams präsentiert.
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