Einladung zum VBEN-Vortrag von Arno Riedl: Fairness zwischen Jung und Alt
Sehr geehrte Damen und Herren, wir laden die Mitglieder der Nationalökonomischen Gesellschaft zu einer Veranstaltung des Vienna Behavioral Economics Network ein. Der Generationenvertrag mit seinen Transferleistungen zwischen Jung und Alt ist die Grundlage des Pensionssystems. In seinem Kern setzt er auf eine fein austarierte Solidarität zwischen den Generationen. Wenn diese aus dem Gleichgewicht gerät zum Beispiel, wenn Fairness-Normen verletzt werden , gerät auch der Generationenvertrag unter Druck. Arno Riedl, ordentlicher Professor für Public Economics an der Maastricht University, forscht schon seit vielen Jahren zur Frage, wie Institutionen (etwa Märkte) unsere Präferenzen und Überzeugungen prägen, und was das wiederum für das Design von Institutionen bedeutet. Beim nächsten Vienna Behavioral Economics Network am 30. Jänner 2020 wird Riedl die Ergebnisse von Experimenten zu Fragen der Solidarität zwischen den Generationen präsentieren und welche Einsichten sich daraus ableiten lassen. Wir freuen uns auf einen spannenden Vortrag, zu dem wir Sie herzlich einladen. Save the date: 30. Jänner 2020, 18:30-20:00: Arno Riedl Fairness zwischen Jung und Alt. Verhaltensökonomische Evidenz zu Rissen im Generationenvertrag Oesterreichische Nationalbank, Otto-Wagner-Platz 3, 1090 Wien Der Eintritt ist frei. Wir bitten um Anmeldung auf der Website des Vienna Behavioral Economics Network: vben.at <https://vben.at/event/arno-riedl-30-01-2020/> Der Dresscode ist smart casual. Nach den Vorträgen gibt es bei Getränken und Snacks weitere Möglichkeiten für Diskussionen und Networking. ÜBER DAS VIENNA BEHAVIORAL ECONOMICS NETWORK VBEN Um das wirtschaftliche Verhalten von Menschen zu verstehen, genügt das Menschenbild der traditionellen Wirtschaftswissenschaften oft nicht. Das geht davon aus, dass Menschen nur mit dem Kopf entscheiden, also Vor- und Nachteile von alternativen Handlungsweisen sorgfältig gegeneinander abwägen und die aus ihrer Sicht beste Option daraus wählen. Die Verhaltensökonomik geht im Gegensatz dazu davon aus, dass Menschen mit Kopf und Bauch entscheiden. So sind Menschen nicht nur vom Eigennutz getrieben, sie sind nicht immer rational und haben auch nicht unendlich viel Willenskraft. Seit den 1970er Jahren hat sich die Verhaltensökonomie (Behavioral Economics) innerhalb der Wirtschaftswissenschaften als eigene Disziplin etabliert. Die Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften Daniel Kahneman, George Akerlof, Vernon Smith, Reinhard Selten und Richard Thaler haben die Grundlagen für diese Disziplin geschaffen. Und gemeinsam mit Ökonomen wie Colin Camerer, Dan Ariely und Ernst Fehr haben sie evidenzbasiertes Wissen zum menschlichen Verhalten geschaffen, das Unternehmen und der Politik hilft, bessere Entscheidungen zu treffen, faire Märkte zu designen und Verhaltensänderungen anzuregen ein Wissen, das von immer mehr Regierungen und Organisationen erfolgreich genutzt wird.
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Öffentlichkeitsarbeit WiWi